Online Literaturcafé November 2025

Literatur aus Uruguay: Am Do., 20.11.2025 um 19 Uhr besprechen wir 3 Werke aus bzw. über Uruguay.

Der Schacht, Juan Carlos Onetti (Cervantes-Preis 1980)
übersetzt von Susanne Lange

Literatur aus Uruguay: Buchcover Der Schacht von Juan Carlos Onetti

Ein Mann, allein in seinem Zimmer in der Nacht vor seinem vierzigsten Geburtstag, steigt schreibend hinab in den Schacht seiner selbst. Er entblößt sich, um seiner eigenen Wahrheit auf den Grund zu kommen und nicht zuletzt seiner Schuld: Als Jugendlicher hat er einem Mädchen sexuelle Gewalt angetan. Aber nicht im Gericht über sich selbst erfüllt sich die Suche, sondern – paradoxerweise – im vollkommenen Tagtraum.

Onettis ruppiger Erstling von 1939 ist ein unauslotbarer Text, der auch heute ganz unmittelbar Reaktionen auszulösen vermag. Geschrieben ist es wie hingeworfen, Sie verstehen, einen akademischen Preis kann ich damit nicht erlangen, schrieb Onetti vor Erscheinen einem Freund und nannte den Roman roh, schmutzig, lästig, zugegeben, aber tausendmal wahrer, mir zugehöriger, heißer als alle schönen Sachen, die ich schreiben könnte.

Quelle Text und Bild: https://www.suhrkamp.de/buch/juan-carlos-onetti-der-schacht-t-9783518470381

Die blinde Küste, Carlos María Domínguez

Auf einer winterlichen Landstraße am Rio de la Plata trifft der fünfzigjährige Arturo Balz die junge Tramperin Camboya. Widerwillig nimmt er das Mädchen mit, ohne zu ahnen, daß ihrer beider Geschichte zusammenhängt. Beide fliehen sie vor einem Gestern, das sich ihnen erst erschließt, als sie in einer einsamen Strandhütte am Feuer zu erzählen beginnen, während draußen der Sturm heraufzieht. Arturo schleppt seine Vergangenheit mit sich, die Liebe zu Cecilia, die von Montevideo nach Buenos Aires floh, von einer Diktatur in die nächste, und eines Tages verschwand. Camboya läßt ihre ziellosen Liebschaften hinter sich und kämpft mit dem Märtyrerschatten ihrer Tante – eben jener Cecilia, nach deren spurlosem Verschwinden Arturo sich fast aufgegeben hatte. Im Gespräch tasten sie sich an das Unbegriffene ihres Lebens heran, dem sie an der einsamen Küste ungeschützt ausgesetzt sind. Der argentinische Autor Carlos María Domínguez zeichnet in einer dichten Sprache, die sich an den großen Prosaautoren der Moderne mißt, unvergeßliche, prekäre Charaktere und Lebenswege. Sein Roman erkundet die Möglichkeit von Liebe angesichts der Diktatur und ihrer Folgen.

Verlag: Suhrkamp,Text aus Klappentext

Falsche Ursula, Mercedes Rosende
übersetzt von Peter Kultzen

Literatur aus Uruguay: Buchcover Falsche Ursula von Mercedes Rosende

Ursula ist unzufrieden. Zu hässlich, zu hungrig, zu allein – ihr Leben läuft überhaupt nicht so, wie sie es gern hätte. Die Schwester ist schöner, die Nachbarin glücklicher, und wer hält schon eine ewige Gemüsesuppen-Diät durch?

Da kommt ihr der mysteriöse Erpresseranruf eigentlich ganz gelegen: Man habe ihren Ehemann entführt, eine Million Lösegeld. Nur: Ursula hat gar keinen Ehemann. Doch ihr unstillbarer Hunger auf das Leben der anderen verbietet ihr, die Verwechslung aufzudecken. Sie entdeckt ihr kriminalistisches Talent, das sie in ein abstrus herrliches Abenteuer führt.

Quelle Bild und Text: https://www.unionsverlag.com/info/title.asp?title_id=8318

 

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