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Online Literaturcafé Februar 2026

Im ersten Literaturcafé in diesem Jahr beschäftigen wir uns mit 3 Werken aus Kanada, die wir am Do., 19.02.2026 um 19 Uhr online besprechen.

Das Glutnest, Margaret Laurence (2fach ausgezeichnet mit dem Governor General’s Award)

Als Stacey MacAindra ihre Heimatstadt Manawaka in der Erwartung auf eine glänzende Zukunft vor vielen Jahren verließ, rechnete sie nicht damit, einmal so zu enden: als Hausfrau mit einem abwesenden, einsilbigen Ehemann, vier Kindern und einer existenziellen Krise. Sie kann nicht glauben, dass ihr Leben nicht mehr zu bieten hat, und brennt darauf, aus der nervtötenden Routine ihrer Tage auszubrechen – doch zu welchem Preis?

Margaret Laurence schenkt uns eine unvergessliche Heldin – menschlich, voller Ironie und Humor. In der Erzählung von Staceys Leben steckt der ganze Reichtum, der Schmerz und die Schönheit des Alltäglichen, und die vergessene Lebensfreude, die jeder von uns in sich trägt.

Quelle Text und Bild: https://eisele-verlag.de/books/das-glutnest/

Von Hand zu Hand, Helen Weinzweig

Die Upper Class von Toronto versammelt sich zu einer kuriosen Hochzeit. Wie in einem Brennglas leuchten die verschlungenen Lebensgeschichten der Partygäste auf – und ihr Beziehungsgeflecht, das einem Spinnennetz ähnelt.

Vieles an dieser Hochzeit ist ungewöhnlich. Das Brautpaar trägt denselben Haarschnitt und Anzug. Der Bräutigam ist schwul, die Braut promiskuitiv, der Pfarrer unecht, der Trauzeuge sturzbetrunken, die jeweiligen Ex- beziehungsweise aktuellen Lover sind anwesend, und bei der Aufforderung zum Einspruch verlassen einige Gäste die Kirche. Die geladenen Frauen sind mehrheitlich wütend, frustriert von schlechtem Sex, unzurechnungsfähigen Männern und zu vielen Abtreibungen. Das frisch getraute Paar stiehlt sich davon, um lieber im Auto Fast Food zu essen. Bei der heimlichen Rückkehr ist die Hochzeitssuite indes schon vergeben. »Ready? Ready.« Denn für diese beiden ist die Hochzeit nicht das Ende, sondern der Anfang ihrer Freiheit. Helen Weinzweig ist eine Meisterin des bitterbösen jiddischen Witzes und schreibt Sätze voller Wucht und Absurdität. Sie kreiert kuriose, lebendige Szenen, schaut in mannigfaltige Abgründe und spielt leichthändig auf der Klaviatur der Ironie in all ihren Facetten.

Quelle Text und Bild: https://www.wagenbach.de/buecher/titel/von-hand-zu-hand.html

Der große Absturz – Stories aus Kitchike, Louis-Karl Picard-Sioui

Pierre Wabush ist verkatert. Nicht bloß vom Suff, den Pillen, der heißen Nacht, an die er sich nur vage erinnert. Ihn macht das Reservat fertig, sein Zuhause: »Kitchike hat es drauf, alles Schöne und Gute kaputt zu machen.« Keine Perspektive – was ebenso am Rassismus der Weißen liegt wie an der Korruption der eigenen Führungsriege. Das muss anders werden, und er muss den Hintern hochkriegen.
Dabei erscheint Kitchike zunächst wie eine ganz normale Kleinstadt. Jeder kennt jeden, man tratscht, man wurschtelt sich durch, man lebt. Wenn Lydia, die die örtliche Tankstelle schmeißt, sonntags nach dem Kirchgang das halbe Kaff beobachtet und spitzzüngig kommentiert, könnten wir überall auf der Welt sein. Sind wir aber nicht. In Kitchike kann es passieren, dass die Göttin aus einer indigenen Legende einem Konzert lauscht und nachher mit dem Sänger flirtet… Während der Reservatschef Polizei und Mafia gegen sich hat, so dass er nun vor dem »großen Absturz« steht. Panisch sucht er nach Verbündeten, doch ganz Kitchike hat die Schnauze voll.
Louis-Karl Picard-Sioui katapultiert uns mitten in die Lebenswirklichkeit eines heutigen Reservats in Québec. Ein Dutzend Stimmen fügen sich zu einem Panorama, einem Chor der Aufbegehrenden voller lebendiger Töne, mal poetisch, mal derb, immer direkt. Picard-Sioui steht für eine indigene Generation, die die Opferstarre abschüttelt und politische Wut in Kraft zum Handeln ummünzt.

Quelle Text und Bild: https://secession-verlag.com/buecher/der-grosse-absturz-stories-aus-kitchike

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Online Literaturcafé November 2025

Literatur aus Uruguay: Am Do., 20.11.2025 um 19 Uhr besprechen wir 3 Werke aus bzw. über Uruguay.

Der Schacht, Juan Carlos Onetti (Cervantes-Preis 1980)
übersetzt von Susanne Lange

Literatur aus Uruguay: Buchcover Der Schacht von Juan Carlos Onetti

Ein Mann, allein in seinem Zimmer in der Nacht vor seinem vierzigsten Geburtstag, steigt schreibend hinab in den Schacht seiner selbst. Er entblößt sich, um seiner eigenen Wahrheit auf den Grund zu kommen und nicht zuletzt seiner Schuld: Als Jugendlicher hat er einem Mädchen sexuelle Gewalt angetan. Aber nicht im Gericht über sich selbst erfüllt sich die Suche, sondern – paradoxerweise – im vollkommenen Tagtraum.

Onettis ruppiger Erstling von 1939 ist ein unauslotbarer Text, der auch heute ganz unmittelbar Reaktionen auszulösen vermag. Geschrieben ist es wie hingeworfen, Sie verstehen, einen akademischen Preis kann ich damit nicht erlangen, schrieb Onetti vor Erscheinen einem Freund und nannte den Roman roh, schmutzig, lästig, zugegeben, aber tausendmal wahrer, mir zugehöriger, heißer als alle schönen Sachen, die ich schreiben könnte.

Quelle Text und Bild: https://www.suhrkamp.de/buch/juan-carlos-onetti-der-schacht-t-9783518470381

Die blinde Küste, Carlos María Domínguez

Auf einer winterlichen Landstraße am Rio de la Plata trifft der fünfzigjährige Arturo Balz die junge Tramperin Camboya. Widerwillig nimmt er das Mädchen mit, ohne zu ahnen, daß ihrer beider Geschichte zusammenhängt. Beide fliehen sie vor einem Gestern, das sich ihnen erst erschließt, als sie in einer einsamen Strandhütte am Feuer zu erzählen beginnen, während draußen der Sturm heraufzieht. Arturo schleppt seine Vergangenheit mit sich, die Liebe zu Cecilia, die von Montevideo nach Buenos Aires floh, von einer Diktatur in die nächste, und eines Tages verschwand. Camboya läßt ihre ziellosen Liebschaften hinter sich und kämpft mit dem Märtyrerschatten ihrer Tante – eben jener Cecilia, nach deren spurlosem Verschwinden Arturo sich fast aufgegeben hatte. Im Gespräch tasten sie sich an das Unbegriffene ihres Lebens heran, dem sie an der einsamen Küste ungeschützt ausgesetzt sind. Der argentinische Autor Carlos María Domínguez zeichnet in einer dichten Sprache, die sich an den großen Prosaautoren der Moderne mißt, unvergeßliche, prekäre Charaktere und Lebenswege. Sein Roman erkundet die Möglichkeit von Liebe angesichts der Diktatur und ihrer Folgen.

Verlag: Suhrkamp,Text aus Klappentext

Falsche Ursula, Mercedes Rosende
übersetzt von Peter Kultzen

Literatur aus Uruguay: Buchcover Falsche Ursula von Mercedes Rosende

Ursula ist unzufrieden. Zu hässlich, zu hungrig, zu allein – ihr Leben läuft überhaupt nicht so, wie sie es gern hätte. Die Schwester ist schöner, die Nachbarin glücklicher, und wer hält schon eine ewige Gemüsesuppen-Diät durch?

Da kommt ihr der mysteriöse Erpresseranruf eigentlich ganz gelegen: Man habe ihren Ehemann entführt, eine Million Lösegeld. Nur: Ursula hat gar keinen Ehemann. Doch ihr unstillbarer Hunger auf das Leben der anderen verbietet ihr, die Verwechslung aufzudecken. Sie entdeckt ihr kriminalistisches Talent, das sie in ein abstrus herrliches Abenteuer führt.

Quelle Bild und Text: https://www.unionsverlag.com/info/title.asp?title_id=8318

 

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Falsche Ursula, Mercedes Rosende
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Online Literaturcafé September 2025

Türkische Literatur: am Mi., 10.09.2025 um 19 Uhr besprechen wir 3 Werke von türkischen SchriftstellerInnen.

Mutterzunge, Emine Sevgi Özdamar (Georg-Büchner-Preis 2022)

Buchcover türkische Literatur: Mutterzunge

»Wenn ich nur wüsste, wo ich meine Mutterzunge verloren habe«, fragt sich die Erzählerin in Emine Sevgi Özdamars Prosadebüt von 1990. Nach vielen Jahren in Berlin ist ihr das Türkisch, ihre erste Sprache, fremd geworden. Auf der Suche nach ihren Wurzeln verliebt sie sich in den Schriftgelehrten Ibni Abdullah, der sie in die »Großvaterzunge« Arabisch, die Sprache der »heiligen« Liebe und des Korans einführt. Und sie erzählt das Märchen vom armen türkischen Bauern, der ins ferne Deutschland gelangt und sich dort als Straßenkehrer wiederfindet – wie so viele seines Volkes, das sich in den sechziger und siebziger Jahren in die Dienstbotenkaste westdeutscher Großstädte verwandelt. Zuletzt sinkt in diesem klugen, souveränen und mit koboldhafter Ironie erzählten Buch sogar Ophelia von der Bühne ihres Heimatlandes zur Putzfrau eines deutschen Theaters hinab. (Quelle Text und Bild: Suhrkamp)

Istanbul: Erinnerungen an eine Stadt, Orhan Pamuk (Literaturnobelpreis 2007) übersetzt von: Gerhard Meier

Buchcover türkische Literatur: Istanbul

Ein fesselnder Liebesroman mit Istanbul in der Rolle der Geliebten. Orhan Pamuk ergründet in »Istanbul« die Geheimnisse seiner eigenen Familie und die seiner Kindheit. Er führt uns an berühmte Monumente und die verlorenen Paradiese der sagenumwobenen Stadt, zeigt uns die verfallenden osmanischen Villen, die Wasserstraßen des Bosporus und des Goldenen Horns, die dunklen Gassen der Altstadt. Pamuk verbindet auf eindringliche Weise Schilderungen von Menschen und Orten und setzt allen ein unvergessliches Denkmal. (Quelle Text und Bild: Fischer Verlage)

Zorn, Murat Uyurkulak übersetzt von: Gerhard Meier

Buchcover türkische Literatur: Zorn

Ein alter Kämpfer, mit Beinamen »der Dichter«, und ein junger Enthusiast reisen zufällig im selben Zugabteil nach Diyarbakir, trinken, rauchen Hasch, reden, bis »der Dichter« auf einmal dem jungen Mann ein Konvolut mit Manuskripten in die Hand drückt und sagt: »Los, lies!« Die lose miteinander verwobenen Erzählungen, Beschreibungen und Gespräche handeln, wie der junge Mann bald feststellt, von seinem Vater, den er nie kennengelernt hat. Gleichzeitig wird damit die Geschichte einer ganzen Generation erzählt, die die Hoffnung auf eine Revolution nie aufgegeben hat. Dieses Erstlingswerk ist eine literarische Sensation und sorgte bei seinem Erscheinen für Furore, weil der Roman auf hohem sprachlichen Niveau sämtliche Tabus bricht. Gleichzeitig hat der junge Autor mit Zorn die inoffizielle Geschichte der Türkei seit den Fünfzigerjahren bis heute geschrieben. (Quelle Text und Bild: Unionsverlag)

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Mutterzunge, Emine Sevgi Özdamar
Istanbul, Orhan Pamuk
Zorn, Murat Uyurkulak

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Kulturabend: Popfest Wien/Karlskino Open Air – Film „Austroschwarz“ (2025)

Datum: Sonntag, 20. Juli 2025, 21.00 Uhr
Ort: Popfest Wien – Karlskino Open Air Karlsplatz, 1040 Wien
Treffpunkt: So., 20.07.2025, 20.30 Uhr, Karlsplatz Resselpark

Beschreibung

Der Dokumentarfilm Austroschwarz handelt vom Schwarzen Salzburger Musiker Mwita Mataro und der Auseinandersetzung mit seiner Schwarzen österreichischen Identität.

Die Geschichte beginnt aber nicht in Österreich, sondern im Greenland – einer Fantasiewelt, die Mwita Mataro gemeinsam mit sechs Schwarzen Kindern zum Leben erweckt. In dieser Welt leben die Greens und Blues, kleine bunte Wesen. Doch der Schein der idyllischen Umgebung trügt.

Umrahmt von den Abenteuern von „Blue Kid“, dem Held der Erzählung, entfaltet sich auch Mataros persönliche Reise. Beide treffen auf Widerstand, als sie darauf vergessen, sich im Alltag an die Mehrheitsgesellschaft anzupassen. Beide beschließen daraufhin, dass sie die Geschichten ihrer Gefährt*innen sammeln wollen.

In seiner Reise durch Österreich dokumentiert Mataro die Erfahrungen verschiedenster Schwarzer Menschen. Dabei kommen Persönlichkeiten wie Ärztin und Politikerin Mireille Ngosso, Journalistin Claudia Unterweger und Pädagoge Fred Ohenhen zu Wort. Im Verlauf von Blue Kids Geschichte kommt der Film auch der Perspektive der Kinder auf ihre eigene Schwarze Identität näher.

Seine eigenen Erfahrungen kommentiert Mataro in intimen Tagebuchaufnahmen, die auch einen Einblick in seine Gedanken während der Arbeit am Film geben. Er ist dabei entwaffnend ehrlich – mit der weißen Mehrheitsgesellschaft, aber vor allem sich selbst. (Quelle: https://www.austroschwarz.com/)

Buch und Regie: Mwita Mataro & Helmut Karner

Mehr Infos auf: https://popfest.at/07/20/austroschwarz-film/

 

Ticketpreis: Eintritt frei

Anmeldung: bis 19.07.2025

Für unsere Kulturabende gilt grundsätzlich:
Gratis für Vereinsmitglieder, ansonsten Tagesgebühr von 5,- €*
2 Kinder bis 14 Jahre pro Erwachsenem kostenlos*
*Eintritte sind nicht inkludiert

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Kulturabend: Lastkraft Theater – Pension Schöller

Datum: Dienstag, 27. Mai 2025, 18.00 Uhr
Ort: Floridsdorfer Markt (Schlingermarkt), 1210 Wien
Treffpunkt: Di., 27.05.2025, 17.30 Uhr, Floridsdorfer Markt

Beschreibung

Das Lastkrafttheater transportiert mit seiner einzigartigen Bühne wieder das Lachen in die Gemeinden Österreichs:

Da bleibt kein Auge trocken: Hatten Sie schon immer den Wunsch, einmal ein Nervensanatorium zu besichtigen? Als sich einem schrulligen, reichen Privatier ebendiese Chance bietet, ergreift er sie sofort, weiß aber nicht, dass es sich bei den Gästen der Pension Schöller, die er gerade kennenlernt, keineswegs um Patienten einer Nervenheilanstalt, sondern ganz einfach um etwas schrullige Pensionärsgäste handelt. Er hält sie tatsächlich für „verrückt“.

Und warum? Weil ein zutiefst frustrierter Major a.D., eine erfahrene Großwildjägerin, ein fanatischer Schauspielschüler und eine wissbegierige Schriftstellerin durchaus den Eindruck erwecken, ein wenig verrückt zu sein. Ladislaus ahnt jedoch nicht, dass seine neuen Bekannten keineswegs in der Pension eingesperrt sind, sondern dass sie tags darauf fröhlich vor seiner Tür stehen und die Geschichte damit eine unerwartete Wendung nimmt. So wird eine Abfolge von kuriosen Verwechslungen und Missverständnissen in Gang gesetzt. Ein klassisch-zeitloses Verwirrspiel um ein hochaktuelles Thema: Wer oder was ist eigentlich normal?! Ein Komödienklassiker, der in neuem Gewand das Zwerchfell des Publikums nicht verschonen wird.

Regie: Nicole Fendesack

Es spielen: David Czifer, Max Mayerhofer, Eva-Christina Binder, Laura Oedendorfer, Christoph Prückner, Bettina Soriat

Mehr Infos auf: https://www.lastkrafttheater.com/#home

Ticketpreis: Eintritt frei

Anmeldung: bis 26.05.2025

Für unsere Kulturabende gilt grundsätzlich:
Gratis für Vereinsmitglieder, ansonsten Tagesgebühr von 5,- €*
2 Kinder bis 14 Jahre pro Erwachsenem kostenlos*
*Eintritte sind nicht inkludiert

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Kulturabend: Contemporary dance – Ulduz Ahmadzadeh / ATASH عطش – VASHT

Datum: Samstag, 29. März 2025, 19.30 Uhr
Ort: TQW – Tanzqartier Wien, Museumsplatz 1, 1070 Wien
Treffpunkt: Sa., 29.03.2025, 19.00 Uhr, TQW

Beschreibung

„Über die sogenannte Seidenstraße reisten über Jahrhunderte nicht nur begehrte Güter, sondern auch Ideen und Wissen. Von imperialistischen oder orientalistischen Narrativen oft als lineare Route zwischen „Ost“ und „West“ vereinfacht, ist diese bedeutende Verbindung vielmehr ein weitverzweigtes und multidirektionales Netzwerk.

In ihrem neuen Gruppenstück VASHT orientiert sich Ulduz Ahmadzadeh an Knotenpunkten der Seidenstraße, um die Ausbreitung von uraltem Tanzwissen und dessen komplexe Genealogien zu kartografieren. In der choreografischen Neuinterpretation dieses Bewegungsmaterials und vor dem Hintergrund aktueller neokolonialer Handelsinfrastrukturen wie der Belt and Road Initiative navigiert VASHT zwischen Erinnerung und Widerstand. Eine energische Hommage auf die Resilienz kulturellen Wissens.“

Mehr Infos auf: https://tqw.at/event/vasht-ahmadzadeh/

Im Anschluss an die Vorstellung findet ein Artist Talk statt.

 

Ticketpreis: 25,-€

Anmeldung: bis 15.03.2025 und wir besorgen das Ticket für dich
Anmeldung: 
bis 28.03.2025 und du besorgst das Ticket selbst

Für unsere Kulturabende gilt grundsätzlich:
Gratis für Vereinsmitglieder, ansonsten Tagesgebühr von 5,- €*
2 Kinder bis 14 Jahre pro Erwachsenem kostenlos*
*Eintritte sind nicht inkludiert

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Online Literaturcafé Juni 2025

Im zweiten Literaturcafé beschäftigen wir uns mit 3 Werken aus Südkorea, die wir am Do., 12.06.2025 um 19 Uhr online besprechen.

Unmöglicher Abschied, Han Kang (Nobelpreis für Literatur 2024)

Der neue große Roman von Han Kang – „Unmöglicher Abschied“ erzählt die Geschichte einer Freundschaft zwischen zwei Frauen und beleuchtet zugleich ein jahrzehntelang verschwiegenes Kapitel koreanischer Geschichte

Eines Morgens ruft Inseon ihre Freundin Gyeongha zu sich ins Krankenhaus von Seoul. Sie hatte einen Unfall und bittet Gyeongha, ihr Zuhause auf der Insel Jeju aufzusuchen, weil ihr kleiner weißer Vogel sterben wird, wenn ihn niemand füttert. Als Gyeongha auf der Insel ankommt, bricht ein Schneesturm herein. Der Weg zu Inseons Haus wird zu einem Überlebenskampf gegen die Kälte, die mit jedem Schritt mehr in sie eindringt. Noch ahnt sie nicht, was sie dort erwartet: die verschüttete Geschichte von Inseons Familie, die eng verbunden ist mit einem lang verdrängten Kapitel koreanischer Geschichte. Han Kangs neuer Roman ist eine Hymne an die Freundschaft und das Erinnern, die Geschichte einer tiefen Liebe im Angesicht unsäglicher Gewalt – und eine Feier des Lebens, wie zerbrechlich es auch sein mag.

Das Tagebuch im Waschsalon der lächelnden Träume, Kim Jiyun

In einem charmanten Viertel mitten in Seoul befindet sich ein kleiner Waschsalon, in dem nicht nur Wäsche gereinigt wird, sondern die Menschen auch ihre Sorgen loswerden. Denn sie hinterlassen in einem grünen Tagebuch, das im Salon ausliegt, ihre Nöte, Ängste und Geschichten – und erhalten hinterher schriftlich Rat von anderen Besuchern. Auf diese Weise finden fünf ungleiche Menschen zusammen, die nicht nur das Geheimnis um den Ursprung des rätselhaften Tagebuchs lüften, sondern emotionale Heilung finden und ihr Leben wieder schätzen lernen.
Ein einfühlsamer und mit dem Leben versöhnender Roman über außergewöhnliche Begegnungen an einem ungewöhnlichen Ort.

Die Tochter, Kim Hye-Jin

Kim Hye-jin, die neue literarische Entdeckung aus Südkorea, erzählt die Geschichte einer Frau, deren Weltbild angesichts des queeren Lebensentwurfs ihrer Tochter aus den Fugen gerät.

Seit Jahren teilen Mutter und Tochter wenig mehr als ein wortkarges Mittagessen pro Woche. Zwischen ihren Nudelschalen türmt sich ein Berg aus Ungesagtem. Die Mutter, Pflegerin im Seniorenheim, führt ein unauffälliges, bescheidenes Leben. Ihre Tochter Green hat einen anderen Weg gewählt: Sie hat keinen Mann, kaum Einkommen und liebt eine Frau. Als das Paar bei der Mutter einziehen muss, prallen die radikal verschiedenen Lebensentwürfe aufeinander.
Mit großer Sensibilität und sanfter Wucht ergründet Kim Hye-jin die Ängste einer Generation, die sich dem selbstbestimmten Leben ihrer Kinder stur in den Weg stellt. Ein notwendiger Roman über die Enge und Starrheit von Tradition und die Möglichkeit zum Wandel.

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Kulturabend: Palästinensische Geschichte(n)

Datum: Mittwoch, 22. Jänner 2025, 18.00 Uhr
Ort: Café 7*Stern, Siebensterngass 31 (Eingang Mondscheingasse 1), 1070 Wien
Treffpunkt: Mi., 22.01.2025, 17.45 Uhr, 7*Stern Wohnzimmer

Beschreibung

Das Event hat zum Ziel, die reiche Kultur Palästinas und die gelebte Geschichte von Palästinenser*innen, die unter uns in Wien leben, bekannter zu machen. Dabei werden für Familien von Freunden aus Gaza Spenden gesammelt, über deren Situation informiert, sowie allgemeines über die palästinensische Kultur erzählt: wie die traditionelle Stickerei Tatriz verschiedene Elemente der Landschaft in Palästina symbolisiert, Gedichte berühmter palästinensischer Dichter und Lieder aus Palästina, die von der Sehnsucht nach der Heimat handeln, sowie über die Symbolik der Schritte des traditionellen Dabke. Mehr Infos auf: https://www.7stern.net/

Ticketpreis: freie Spende

Anmeldung: bis 21.01.2025

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Online Literaturcafé Februar 2025

Für das erste Literaturcafé im neuen Jahr haben wir drei Werke über Kamerun ausgesucht, die wir am Do., 27.02.2025 besprechen.

Issa, Mirrianne Mahn

Eigentlich will Issa diese Reise gar nicht antreten. Schwanger sitzt sie im Flugzeug nach Douala, angetrieben von ihrer Mutter, die bei der bevorstehenden Geburt um das Leben ihrer Tochter fürchtet. In Kamerun, dem Land ihrer Kindheit, soll sie den heilsamen Weg der Rituale gehen, unter den Adleraugen ihrer Omas. Doch so einfach ist das alles gar nicht, wenn man in Frankfurt zu schwarz und in Buea zu deutsch ist. Der Besuch wird für Issa eine Auseinandersetzung mit der eigenen Familiengeschichte und der Gewissheit, dass sowohl Traumata als auch der unbedingte Liebes- und Lebenswille vererbbar sind.

Hundezeiten, Patrice Nganang

Eine Kneipe in der Hauptstadt Yaoundé – der Wirt, sein Hund, die illustre Kundschaft – bilden den Mikrokosmos, der trefflich für das Ganze steht: das Leben im heutigen Kamerun. Es ist der Hund Mboudjak, der hier erzählt und neben den äußeren Ereignissen – den kleinen Freuden und großen Problemen, neben wirtschaftlichem Niedergang, Politik und Gewalt – findet der denkende Vierbeiner jede Menge Grundsätzliches (und Komisches) zu der Frage: Was ist der Mensch?

Die Geheimnisse meiner Zunge, Philomène Atyame

Essono Bikomo Jean-Pierre kommt im Kamerun der 1970er-Jahre mit einer Sprachbehinderung zur Welt. Nach einer Schulzeit voller Erniedrigung durch seine Lehrer und Mitschüler studiert Essono Tiermedizin und eröffnet seine eigene Praxis. Er, der selbst Gadamayo ist, heiratet die schöne Aminata, eine Wadjo. Ihr sorgenfreies Leben nimmt im Fußgänger-Jahr, während des Bruderkrieges zwischen den ansässigen Volksstämmen, eine jähe Wende – denn Ehen zwischen Angehörigen unterschiedlicher Stämme sind »Scheißehen« und bleiben zu dieser Zeit nicht ungestraft …

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Kulturabend: „Verhör“ im Theater Olé

Datum: Freitag, 29. November 2024, 20.00 Uhr
Ort: Theater Olé, Barmherzigengasse 18, 1030 Wien
Treffpunkt: Fr., 29.11.2024, 19.30 Uhr, Theater Olé

Beschreibung

Das Stück „Verhör“ des Vorarlberger Autors Thomas A. Welte spielt in den Tagen unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Der aus Blons stammende Soldat und spätere Deserteur Paul Gmeiner wird von einer französischen Besatzungssoldatin verhört, die ihn beschuldigt, seinen Freund Josef ermordet zu haben. In einem rasanten und heftigen Schlagabtausch wird die Suche nach der Wahrheit mehr und mehr zu einem emotionalen Gefecht voller Unterstellungen und traumatischer Kriegserfahrungen. Ein aufwühlendes Drama, das die Grenzen zwischen Schuld und Unschuld verschwimmen lässt.

Schauspiel: David Nagl, Linnea Jonasson; Regie: Nika Sommeregger

 

Ticketpreis: 18,- € 

Anmeldung: bis 22.11.2024 und wir besorgen die Tickets für dich
Anmeldung: 
bis 28.11.2024 und du besorgst die Tickets selbst

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2 Kinder bis 14 Jahre pro Erwachsenem kostenlos*
*Eintritte sind nicht inkludiert

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